
Kurz gesagt. Gitea und Gogs sind beide in Go geschriebene, selbstgehostete Git-Server, die als einzelne Binary laufen und MIT-lizenziert sind. Gitea entstand 2016 als Fork von Gogs und bietet heute Actions-CI/CD, eine Package Registry und OAuth-Provider-Funktion. Gogs bleibt beim Kern ohne CI und ohne Packages, dafür minimal schlanker. Beide brauchen nur einige hundert Megabyte RAM.
Gitea und Gogs sind die beiden minimalistischen Git-Server im Go-Ökosystem. Beide kommen als eine einzige Binary, beide laufen auf winziger Hardware, und beide teilen sich einen Vorfahren: Gitea startete als Fork von Gogs.
Für die meisten neuen Setups lautet die kurze Antwort Gitea. Der Footprint ist genauso klein, das Funktionsangebot deutlich größer und die Community deutlich aktiver. Gogs behält seine Berechtigung dort, wo absolute Minimalität das Ziel ist.
Schnelles Urteil
- Nimm Gitea für aktive Entwicklung, moderne Funktionen wie Actions-CI/CD und Package Registry sowie eine große Community, weiterhin auf sehr bescheidener Hardware.
- Nimm Gogs, wenn du den kleinstmöglichen, einfachsten Git-Server willst und weder CI/CD noch Packages brauchst.
- Für die meisten Deployments heute ist Gitea die sicherere Standardwahl. Die Ersparnis bei den Ressourcen ist klein, der Funktionsabstand groß.
Gitea und Gogs im direkten Vergleich
| Dimension | Gitea | Gogs |
| Herkunft | 2016 von Gogs geforkt | Ursprungsprojekt |
| Am besten für | Aktives, modernes Self-Hosting | Minimalismus, ein Maintainer |
| CI/CD an Bord | Gitea Actions | Keins, externe CI nötig (Woodpecker, Drone) |
| Package Registry | Ja | Nein |
| OAuth-Provider | Ja | Nein |
| Entwicklungstempo | Sehr aktiv, große Community | Langsamer, im Kern ein Maintainer, weiterhin gepflegt |
| Typischer RAM-Bedarf | Sehr gering, wenige hundert MB | Sehr gering, minimal schlanker |
| Lizenz | Quelloffen (MIT) | Quelloffen (MIT) |
Gemeinsame Wurzeln
Gitea wurde 2016 von Gogs geforkt, weil Mitwirkende ein höheres Entwicklungstempo wollten, als das Modell mit einem einzelnen Maintainer hergab. Beide sind in Go geschrieben, beide werden als eigenständige Binary verteilt und beide stehen unter der MIT-Lizenz. Diese gemeinsame DNA erklärt, warum sich Installation und Betrieb so ähnlich anfühlen. Sie erklärt auch, warum der Vergleich am Ende darauf hinausläuft, wie weit sich beide seit der Trennung entwickelt haben.
Funktionen
Hier gehen die beiden auseinander. Gitea ist deutlich vorangekommen: Actions-basiertes CI/CD, eine eingebaute Package Registry, Projekt-Boards, OAuth-Provider-Funktion und die Prüfung signierter Commits kamen dazu. Gogs ist nah am ursprünglichen Umfang geblieben, also Repositories, Issues, Pull Requests, Wiki, Webhooks und Git-Zugang über SSH und HTTP. Eingebautes CI fehlt, und ein OAuth-Provider ist Gogs nicht. Brauchst du Pipelines oder Package-Hosting, musst du bei Gogs ein externes Werkzeug daneben stellen. Gitea bringt beides mit.
Projektaktivität
Gitea wird von einer großen Community aktiv entwickelt, mit häufigen Releases. Gogs wird weiterhin gepflegt und bekommt alle paar Monate Updates, aber die Entwicklung läuft langsamer und wird im Wesentlichen von seinem Schöpfer getragen. Für die Sicherheit ist dieser Unterschied am wichtigsten, denn ein aktiveres Projekt liefert Fixes in der Regel schneller aus. Gogs ist nicht aufgegeben. Wenn dir stetige, schnelle Pflege wichtig ist, liegt Gitea vorn.
Ressourcenbedarf
Beide sind bekannt dafür, extrem leicht zu sein. Jeder von beiden läuft auf einem kleinen Server mit nur wenigen hundert Megabyte RAM, und beide wurden bereits auf Einplatinencomputern und NAS-Geräten betrieben. Gogs ist am unteren Ende minimal schlanker, was auf sehr knapper Hardware zählen kann. Für fast alle anderen ist der Unterschied im Footprint zu klein, um die Entscheidung zu tragen, gerade gegenüber dem Funktionsabstand.
Wofür solltest du dich entscheiden?
Nimm Gitea, wenn du aktive Entwicklung und moderne Funktionen auf einem kleinen Server willst. Das beschreibt die meisten Deployments. Nimm Gogs, wenn du das absolute Minimum willst: den denkbar einfachsten Git-Server auf dem schlanksten Footprint, ohne Bedarf an CI/CD oder Packages. Für typische Nutzer gewinnt Gitea, weil du alles bekommst, was Gogs bietet, und einiges mehr, zu praktisch demselben Ressourcenpreis.
So hostest du deine Wahl auf einem VPS
Beide laufen problemlos auf einem kleinen virtuellen Server und gehören zu den leichtesten Git-Servern, die du selbst hosten kannst. Ein VPS gibt dir volle Kontrolle über deine Repositories, Root-Zugang zur Installation der jeweiligen Binary und die Option auf Datenhaltung in der EU. Bei Contabo bietet die Core VPS Reihe ein starkes Verhältnis von RAM zu Euro, das zu diesen leichten Workloads passt. Selbst die kleineren Tarife haben reichlich Luft. Für ein Deployment Schritt für Schritt zeigt dir die verlinkte Anleitung zu Gitea mit Docker den gängigsten Weg.
FAQ
Gitea ist ein Fork von Gogs mit deutlich mehr Funktionen, darunter Actions-CI/CD, eine Package Registry und OAuth-Provider-Unterstützung, dazu eine deutlich aktivere Community. Gogs bleibt minimal und deckt Git-Hosting im Kern ab, ohne eingebautes CI und ohne Packages. Beide sind leichtgewichtig, in Go geschrieben und MIT-lizenziert.
Ja. Gitea wurde 2016 von Gogs geforkt, als Mitwirkende schnellere Entwicklung wollten, als das Modell mit einem einzelnen Maintainer zuließ. Beide teilen sich eine gemeinsame Codebasis-Herkunft, weshalb sich Installation und Betrieb ähneln. Gitea ist seitdem allerdings stark gewachsen.
Beide laufen mit sehr wenig RAM, oft mit nur wenigen hundert Megabyte. Gogs ist am äußersten unteren Ende minimal schlanker, was auf sehr knapper Hardware wie Einplatinencomputern zählen kann. Auf den meisten Servern ist der Unterschied gegenüber dem Funktionsabstand vernachlässigbar.
Ja. Gogs bekommt weiterhin alle paar Monate Updates und ist nicht aufgegeben, auch wenn die Entwicklung langsamer läuft und hauptsächlich von seinem Schöpfer getragen wird. Gitea hat dagegen eine größere Community und ein höheres Release-Tempo, was schnellere Sicherheitsfixes bedeuten kann.