
Tracearr ist eine kostenlose, quelloffene und selbstgehostete Monitoring-Plattform für Plex, Jellyfin und Emby. Sie holt jeden Stream aller Media-Server in ein Dashboard, zeigt in Echtzeit, wer was von wo aus schaut, und markiert über automatische Regeln wahrscheinliches Account-Sharing. Die Lizenz ist AGPL-3.0, der Betrieb läuft per Docker, und weil du selbst hostest, bleiben deine Nutzungsdaten auf deiner eigenen Hardware.
Was kann Tracearr?
Aus der verstreuten Aktivität eines oder mehrerer Media-Server wird ein einziges, lesbares Bild. Das bekommst du damit:
- Ein gemeinsames Dashboard über Plex, Jellyfin und Emby hinweg, ohne Wechsel zwischen getrennten Tools.
- Eine Echtzeitansicht der aktiven Streams: wer schaut, was läuft, welches Gerät, welche Qualität und ob transkodiert wird.
- Eine Live-Weltkarte, die zeigt, wo jeder Stream herkommt, samt Geolokalisierungsdetails.
- Erkennung von Account-Sharing über automatische Regeln, zum Beispiel derselbe Account, der gleichzeitig aus zwei weit entfernten Städten streamt.
- Profile pro Nutzer mit Sitzungsverlauf, bekannten Geräten, Standorten und einem Trust-Score, der über die Zeit wächst.
- Bibliotheksstatistiken: Speicherbelegung, Qualitätsverteilung, Erkennung von Duplikaten und was tatsächlich geschaut wird.
- Benachrichtigungen über Discord und Webhooks, dazu die Möglichkeit, einen Stream direkt aus der Oberfläche zu beenden.
Wie Tracearr funktioniert
Tracearr verbindet sich mit den APIs deiner Plex-, Jellyfin- und Emby-Server und beobachtet ihre Aktivität durchgehend. Bei Plex kommen Server-Sent Events zum Einsatz, sodass neue Streams fast sofort auftauchen. Den Verlauf legt es in einer Zeitreihendatenbank auf PostgreSQL-Basis ab, während eine Redis-Queue die Hintergrundarbeit übernimmt. Genau deshalb kann es Fragen zu Mustern über längere Zeiträume beantworten und nicht nur den aktuellen Moment zeigen. Die Regeln zur Sharing-Erkennung suchen dann nach verräterischen Signalen: unmöglichem Reiseverhalten, also ein Zuschauer, der sich scheinbar schneller zwischen Städten bewegt als physisch machbar, gleichzeitige Streams von verschiedenen Standorten und auffällige Muster bei Geräten oder Parallelnutzung.
Tracearr gegen Tautulli und Jellystat
Wer schon einmal einen Media-Server betrieben hat, kennt wahrscheinlich Tautulli oder Jellystat. Tautulli ist das seit Jahren etablierte Analyse-Tool für Plex, Jellystat deckt Jellyfin und Emby ab. Beide erledigen Wiedergabeverlauf, Statistiken und Sitzungsüberwachung solide, aber jedes hängt an seinem eigenen Ökosystem. Wer mehrere Servertypen betreibt, betreibt also auch mehrere Dashboards.
Die zwei Unterscheidungsmerkmale von Tracearr: Es bedient alle drei Plattformen an einer Stelle und legt aktive Erkennung von Account-Sharing über die Statistiken, statt dich die Logs selbst lesen zu lassen. Außerdem importiert es deinen bestehenden Verlauf aus Tautulli oder Jellystat, sodass du nicht bei null anfängst.
Was du für den Betrieb brauchst
Tracearr ist für Docker gebaut und besteht aus mehreren Containern. Für das Self-Hosting brauchst du:
- Einen Server, auf dem es läuft. Für ein Setup zu Hause reicht ein kleiner VPS locker aus.
- Docker und Docker Compose installiert.
- Die mitgelieferten Datendienste: eine Zeitreihendatenbank auf PostgreSQL-Basis und eine Redis-Instanz. Die offizielle Compose-Datei verdrahtet beides für dich.
- Netzwerkzugriff auf deine Plex-, Jellyfin- oder Emby-Server, damit Tracearr ihre Aktivität lesen kann.
Warum Tracearr auf Contabo läuft
Tracearr ist ein leichter Dauerläufer. Es sammelt still im Hintergrund Daten und muss vor allem erreichbar sein, nicht leistungsstark. Damit passt es von Natur aus auf einen preiswerten Virtual Private Server.
Bei Contabo bietet die Core VPS Reihe ein starkes Verhältnis von RAM zu Euro, mit genug Luft für die App plus Datenbank- und Redis-Container, dazu vollen Root-Zugang für die Docker-Installation und die Option auf Datenhaltung in der EU, damit die Daten deiner Zuschauer in einer Rechtsordnung deiner Wahl bleiben. Für ein datenbanklastiges Setup kannst du auf die Performance VPS Reihe mit NVMe-Speicher wechseln und bekommst schnellere Platten.
FAQ: Tracearr
Tracearr überwacht Plex-, Jellyfin- und Emby-Media-Server aus einem Dashboard. Es zeigt Streams und Zuschauerstandorte in Echtzeit, hält Statistiken zum Wiedergabeverlauf und erkennt über automatische Regeln wahrscheinliches Account-Sharing. So verstehen Serverbetreiber, wie ihre Accounts genutzt werden, und behalten die Kontrolle darüber.
Ja. Tracearr ist kostenlos und quelloffen unter AGPL-3.0, ohne Premium-Stufen oder Abos. Du hostest es auf eigener Hardware, die einzigen Kosten sind also der Server, auf dem es läuft. Optionale Begleit-Apps für das Smartphone werden separat verkauft, die Plattform selbst bleibt kostenlos.
Ja. Tracearr unterstützt Plex, Jellyfin und Emby gemeinsam in einem Dashboard, und das ist einer seiner Hauptvorteile gegenüber Tools für nur eine Plattform. Du kannst mehrere Server verschiedener Typen mit einer Tracearr-Instanz verbinden und die Statistiken zusammengefasst oder pro Server ansehen.
Ja. Tracearr ist eine Multi-Server-Alternative zu Tautulli (nur Plex) und Jellystat (Jellyfin und Emby). Es deckt alle drei Plattformen gleichzeitig ab und legt Erkennung von Account-Sharing über die üblichen Statistiken. Beim Wechsel kann es außerdem deinen bestehenden Verlauf aus Tautulli oder Jellystat importieren.
Hinweis: Die in diesem Artikel genannten Produktspezifikationen, Funktionen und Preise können sich ändern und je nach Region, Abrechnungszeitraum und laufenden Aktionen abweichen. Aktuelle Zahlen, Preise und lokale Währungsangaben findest du auf der offiziellen Website des jeweiligen Anbieters oder der jeweiligen Marke.


