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Was ist cPanel? cPanel Guide für Einsteiger 2026

cPanel läuft auf 70% aller Webserver weltweit. Das ist kein Hype. Es ist das Kontrollpanel, das dir bei den meisten Webservern begegnet, egal ob du einen Blog betreibst oder Kunden-Websites verwaltest.

In diesem Guide führen wir dich durch jede wichtige cPanel-Funktion: Datei-Uploads, Domain-Verwaltung, E-Mail-Konfiguration, DBMS-Verwaltung und Backups.

cPanel Dateimanager-Tutorial

Der Dateimanager erledigt alles, was ein FTP-Client kann – und das direkt in deinem Browser. Dateien hochladen. Archive extrahieren. Code bearbeiten. Berechtigungen festlegen.

Du findest ihn im Bereich „Files“ in deinem cPanel. Nach dem Klick öffnet sich ein geteiltes Fenster: links der Ordnerbaum, rechts die Dateiinhalte.

Der Ordner public_html ist deine Homebase. Alles, was du hier ablegst, ist auf deiner Website sichtbar. Andere Ordner dienen Systemzwecken. Lass davon lieber die Finger, sofern du nicht genau weißt, was du tust.

Die Navigation funktioniert folgendermaßen:

  • Klicke auf die Ordner im Baum, um den Inhalt anzuzeigen
  • Nutze die Pfadleiste, um direkt zu einem bestimmten Ordner zu springen
  • Klicke auf „Reload“, um Änderungen nach deinen Aktionen zu sehen

Wichtige Dateioperationen:

  • Upload: Ziehe Dateien einfach ins Fenster oder nutze den Button „Upload“
  • Entpacken: Rechtsklick auf eine .zip-Datei und „Extract“ wählen
  • Bearbeiten: Rechtsklick auf eine Textdatei und „Edit“ wählen, um den Code-Editor zu öffnen
  • Berechtigungen: Rechtsklick auf eine Datei und „Permissions“, um die Zugriffsrechte festzulegen
  • Kopieren/Verschieben: Markiere Dateien und nutze die Buttons oben, um sie zu duplizieren oder zu verschieben

Der Dateimanager ist zwar nicht so mächtig wie FileZilla, erledigt aber 90% deiner täglichen Aufgaben. Für schnelle Korrekturen und Uploads ist er effizienter, als extra eine Software zu starten.

Bandbreitennutzung prüfen

Die Bandbreitenüberwachung zeigt dir, wie viele Daten über deinen Server fließen. Jeder Besucher, jede E-Mail und jeder FTP-Transfer zählt zu deinem Gesamtverbrauch.

cPanel zeigt dir eine kurze Zusammenfassung im Dashboard unter „Statistics“. Klicke auf den Link „Bandwidth“ für eine detaillierte Aufschlüsselung.

Du siehst drei Traffic-Kategorien:

  • HTTP-Traffic: Website-Besucher und Seitenaufrufe
  • FTP-Traffic: Datei-Uploads und -Downloads per FTP
  • E-Mail-Traffic: Über deinen Server gesendete und empfangene Nachrichten

Die Grafiken unterteilen die Nutzung in Tage, Wochen und Monate. Wenn du dich deinem Limit näherst, siehst du sofort, welcher Dienst am meisten verbraucht.

cPanel sendet dir automatisch Warnungen bei 80%, 90% und 98% Kapazität. Achte auf diese E-Mails. Ein Überschreiten des Kontingents kann deine Seite drosseln oder Zusatzkosten verursachen.

Überwache die Speicherplatzbelegung

Die Speicherplatz-Analyse erfasst jede einzelne Datei auf deinem Account. Website-Dateien. Datenbanktabellen. E-Mail-Nachrichten. Alles summiert sich. Das Dashboard zeigt dir dein Speicherplatz-Kontingent auf einen Blick. Klicke unter Dateien auf Speicherbelegung für eine detaillierte Aufschlüsselung.

Nutze die Pfeilsymbole, um Ordner zu erweitern und genau zu sehen, was den Platz beansprucht. Oft verstecken sich große Backup-Archive in vergessenen Verzeichnissen. Alte E-Mail-Anhänge häufen sich mit der Zeit an. Datenbank-Logs können unkontrolliert anwachsen.

Sobald du 80 % der Kapazität erreichst, schickt cPanel dir eine Warnung per E-Mail. Bei 100% kannst du weder Dateien hochladen noch E-Mails empfangen. Miste also rechtzeitig aus, bevor es so weit kommt.

Häufige Platzfresser:

  • Backup-Dateien, deren Löschung du vergessen hast
  • E-Mail-Postfächer mit jahrealten Anhängen
  • Datenbank-Protokolle, die nie geleert werden
  • Hochgeladene Mediendateien ohne Kompression.

Klicke auf einen beliebigen Ordner, um ihn direkt im Dateimanager zu öffnen. Lösche alles, was du nicht mehr benötigst. Dein Hosting-Speicher wird es dir danken.

Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung sichert deinen cPanel-Account mit zeitbasierten Codes ab. Jemand stiehlt dein Passwort? Selbst dann kommt er ohne dein Handy nicht rein.

Suche im cPanel nach „Two-Factor Authentication“. Klicke auf „Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten“Set Up Two-Factor Authentication“.

Dir wird ein QR-Code angezeigt. Öffne deine Authentifizierungs-App z. B. Authy, Google oder Microsoft Authenticator. Scanne den Code mit der App. Die App generiert einen sechsstelligen Token, der sich alle 30 Sekunden erneuert.

Gib den aktuellen Token aus deiner App ein. Klicke auf „Configure Two-Factor Authentication“.

Ab jetzt benötigst du für den cPanel-Login dein Passwort und den aktuellen Code aus der App. Sicherheit wird erst dann greifbar, wenn du 2FA korrekt einrichtest.

Speichere unbedingt deine Backup-Codes. Falls du dein Handy verlierst, sind diese Codes dein einziger Weg zurück in den Account. Drucke sie aus. Bewahre sie an einem sicheren Ort auf. Aber nicht im Passwortmanager auf genau dem Handy, das du absichern willst.

Mehrere Domains im cPanel hinzufügen

Mit Add-on-Domains kannst du mehrere Websites über einen einzigen cPanel-Account betreiben. Jede Domain erhält ihren eigenen Ordner, eigene Inhalte und eine eigene Identität.

Öffne das Addon-Domains-Tool. Gib deinen Domainnamen im Feld „New Domain Name“ ein. Lass das www-Präfix dabei weg.

cPanel füllt die Felder für Subdomain und Document Root automatisch aus. Überlass das den Standardeinstellungen, außer du fügst zwei namensgleiche Domains mit unterschiedlichen Endungen (z. B. .com und .net) hinzu.

FTP-Konto-Optionen:

  • Verwaltest du das Ganze selbst? Überspringe die Erstellung eines FTP-Kontos.
  • Richtest du es für jemand anderen ein? Erstelle ein separates FTP-Konto, damit die Person nur auf die Dateien ihrer eigenen Domain zugreifen kann.

Klicke auf „Add Domain“. Die neue Domain erscheint nun in deiner Liste der Zusatzdomains. Lade deine Dateien in den entsprechenden Ordner des Document Roots hoch und du bist live.

Jede Zusatzdomain arbeitet unabhängig. Getrennte Dateien. Bei Bedarf auch getrennte Datenbanken. Alles wird über denselben cPanel-Login verwaltet.

Subdomain erstellen

Subdomains unterteilen deine Website in separate Abschnitte. Denk zum Beispiel an blog.deineseite.com oder shop.deineseite.com. Jede Subdomain liegt in einem eigenen Ordner, nutzt aber die Hauptdomain mit.

Navigiere zum Subdomains. Gib den Namen der Subdomain ein. Nur das Präfix, nicht die vollständige Adresse.

Wähle deine Domain aus dem Dropdown-Menü aus, falls du mehrere besitzt. cPanel erstellt automatisch ein Verzeichnis im Ordner public_html. Klicke auf „Create“– deine Subdomain ist sofort aktiv.

Du kannst sie auf zwei Arten erreichen:

  • subdomain.deineseite.com
  • deineseite.com/subdomain

Lade die Dateien in das Dokumentenstammverzeichnis der Subdomain hoch. Installiere dort WordPress, wenn du möchtest. Und betreibe eine völlig andere Seite. Die Setups von Haupt- und Subdomain kommen sich dabei nie in die Quere.

Lösche eine Subdomain, indem du in der Liste auf „Remove“ klickst. Deine Dateien bleiben so lange im Ordner, bis du sie manuell im Dateimanager löschst. Subdomain-Erweiterungskonfigurationen sind in dieser Hinsicht flexibel.

Domains parken mit Aliasen

Domain-Parking verweist mehrere Domainnamen auf dieselbe Website. Hast du deineseite.com, deineseite.net und deineseite.org gekauft? Parke sie alle, um den gleichen Inhalt anzuzeigen. Öffne dazu das Tool Alias unter Domains und gib die zu parkende Domain im Feld „Create a New Alias“ ein. Klicke abschließend auf „Add Domain“.

Die Domain erscheint nun in deiner Alias-Liste. Klicke auf „Manage Redirection“, falls du Besucher auf eine bestimmte URL schicken willst, statt die Hauptseite zu spiegeln. Gib deine primäre Domain im Umleitungsfeld ein und speichere die Einstellung.

DNS-Änderungen können bis zu 24 Stunden brauchen, um sich weltweit zu verbreiten (Propagation). Deine geparkte Domain funktioniert also eventuell nicht sofort. Das ist normal. Alias-Konfigurationen brauchen Zeit, um alle globalen Server zu erreichen.

Funktionen wie Domain-Weiterleitungen schützen deine Marke. Konkurrenten können so keine Varianten registrieren und deine Kunden verwirren. Du besitzt sie einfach alle.

DNS-Zonen-Einträge im cPanel bearbeiten

Der DNS-Zonen-Editor steuert, wie deine Domain mit Diensten verbunden ist. Verweise auf einen Server. Verbinde die Domain mit einem E-Mail-Anbieter. Leite Subdomains auf verschiedene Ziele weiter.

cPanel bietet zwei Schnittstellen: Simple und Advanced. Im einfachen Modus (Simple) kannst du schnell A-Einträge, CNAME-Einträge und MX-Einträge hinzufügen. Der erweiterte Modus (Advanced) gibt dir die volle Kontrolle über alle DNS-Optionen.

A-Eintrag: Verknüpft deine Domain mit einer IP-Adresse. Klicke auf „Add Record“. Gib den Hostnamen und die IPv4-Adresse ein. Klicke auf „Add A Record“.

CNAME-Eintrag: Erstellt einen Alias, der eine Domain auf eine andere verweist. Nützlich für www-Subdomains oder die Anbindung externer Dienste. Gib den Hostnamen und die Ziel-Domain ein.

MX-Eintrag: Leitet E-Mails an die zuständigen Mailserver weiter. Lege Priorität und Ziel fest. Niedrigere Zahlen haben Vorrang.

Der erweiterte Editor bietet zusätzliche Eintragstypen:

  • AAAA-Einträge für IPv6-Adressen.
  • CAA-Einträge zur Festlegung von Zertifizierungsstellen.
  • TXT-Einträge zur Domainverifizierung und E-Mail-Authentifizierung.
  • DMARC-Einträge für E-Mail-Sicherheitsrichtlinien.

Im erweiterten Modus kannst du benutzerdefinierte TTL-Werte festlegen. Eine niedrigere TTL sorgt für schnellere Updates, verursacht aber mehr DNS-Anfragen. Eine höhere TTL entlastet den Server, verzögert aber die weltweite Verbreitung. DNS-Einstellungen und -Einträge erfordern bei komplexen Setups eine sorgfältige Planung.

SRV-Einträge hinzufügen

SRV-Einträge verweisen Dienste auf spezifische Server und Ports. Minecraft-Server nutzen sie. Ebenso wie E-Mail-Protokolle (IMAP, SMTP). Auch VoIP-Dienste wie TeamSpeak greifen darauf zurück.

Öffne den „DNS Zone Editor“. Wähle deine Domain aus. Klicke im Dropdown-Menü bei „Add Record“ auf „Add SRV Record“.

Erforderliche Felder:

  • Name: Formatierung als _service._protokoll.domain.com (setze unbedingt die Unterstriche vor Dienst und Protokoll).
  • Priorität: Niedrigere Zahlen haben Vorrang.
  • Gewichtung: Verteilt die Last zwischen Einträgen mit gleicher Priorität.
  • Port: Die Portnummer des Dienstes.
  • Ziel: Der Hostname, unter dem der Dienst läuft.

Dein Anbieter nennt dir die exakten Werte. Kopiere sie sorgfältig. Schon ein falsches Zeichen kann die Verbindung unterbrechen.

Änderungen an SRV-Einträgen verbreiten sich meist binnen 15 Minuten, manchmal dauert es bis zu 24 Stunden. Sollte es nach einem Tag noch nicht funktionieren, gleiche deine Werte mit der Dokumentation deines Anbieters ab. DNS-Einstellungen für SRV-Einträge reagieren sehr empfindlich auf Formatierungsfehler.

MySQL-Datenbank erstellen

MySQL-Datenbanken speichern die Daten deiner Website. Benutzerkonten. Blogbeiträge. Produktkataloge. Kommentare. Alles Dynamische lebt in Datenbanktabellen.

Suche im cPanel nach dem Punkt MySQL-Datenbanken. Gib einen Datenbanknamen im Feld „Create Database“ ein. Verwende keine Leerzeichen. Klicke dann auf „Create Database“. Klicke auf „Zurück“Back“.

Jetzt erstellst du einen Benutzer. Scrolle zu „Add New User“. Gib einen Benutzernamen und ein Passwort ein. Der Passwortgenerator erstellt sichere Kombinationen, falls du gerade kein Passwort parat hast.

Klicke auf „Create User“. Dann wieder auf „Back“.

Verknüpfe den Benutzer mit der Datenbank im Bereich „Add User To Database“. Wähle deine Datenbank und den Benutzer aus den Dropdown-Menüs aus. Klicke auf „Add“.

Lege auf dem nächsten Bildschirm die Berechtigungen fest. Wähle für Administratoren „ALL PRIVILEGES“ aus. Für eingeschränkte Nutzer wähle spezifische Rechte wie SELECT, INSERT, UPDATE oder DELETE. Klicke auf „Make Changes“.

Jetzt hast du eine leere Datenbank und einen Benutzer, der darauf zugreifen darf. Hier beginnt die eigentliche Datenbankadministration. Jetzt kannst du deine Anwendung installieren oder bestehende Tabellen importieren.

Die MySQL-Verwaltung ist unkompliziert, sobald die Benutzerkonten korrekt angelegt sind.

Remote MySQL-Zugriff aktivieren

Remote MySQL erlaubt es externen Servern und Apps, sich mit deiner Datenbank zu verbinden. Das ist nützlich für externe Warenkörbe. Analyse-Tools. Entwicklungsumgebungen auf deinem lokalen Rechner.

Öffne Remote MySQL unter dem Punkt „Databases“. Gib den Hostnamen oder die IP-Adresse im Feld „Host“ ein.

Nutze deine öffentliche IP für den lokalen Zugriff. Du findest sie auf whatismyipaddress.com. Oder gib einen Domainnamen wie api.thirdpartyservice.com ein.

Der Platzhalter % steht für mehrere Adressen. Gib 192.168.1.% ein, um alle IPs zuzulassen, die mit 192.168.1. beginnen.

Klicke auf „Add Host“. Die Adresse erscheint nun in deiner Liste der zugelassenen Hosts.

Entferne den Zugriff, indem du neben dem Host auf „Delete“ klickst. Bestätige die Löschung. Der externe Datenbankzugriff wird sofort entzogen.

Sei vorsichtig mit Platzhaltern. Jede IP, die zum Muster passt, kann einen Verbindungsversuch starten. Zugriffskontrollen sind entscheidend für die Sicherheit deiner Datenbankverbindung.

E-Mail-Konto einrichten

E-Mail-Konten ermöglichen dir professionelle Adressen unter deiner eigenen Domain. [email protected] wirkt deutlich seriöser als [email protected].

Navigiere zu E-Mail-Konten und klicke auf „Create“.

Gib den Benutzernamen ein (den Teil vor dem @). Wähle deine Domain aus dem Dropdown-Menü aus, falls du mehrere besitzt. Vergib ein sicheres Passwort.

Speicheroptionen:

  • Unlimited: Das Konto nutzt so viel Speicherplatz, wie gerade benötigt wird.
  • Limited: Lege ein Kontingent (Quota) in Megabyte fest, damit ein einzelnes Konto nicht den gesamten Speicherplatz beansprucht.

Klicke auf „Create“– dein E-Mail-Konto ist sofort einsatzbereit.

Aktiviere das Kästchen, um die Willkommens-Anleitung mit den Zugangsdaten zu versenden. Du erhältst alle Einstellungen für Outlook, Thunderbird, Apple Mail und andere Clients. IMAP und SMTP Server Adressen. Portnummern. Sicherheitseinstellungen.

Greife direkt auf Webmail zu, indem du neben dem Konto auf „Check Email“ klickst. Drei Webmail-Interfaces stehen zur Wahl: Roundcube, Horde und SquirrelMail. Wähle einfach diejenige aus, die dir am besten gefällt. Eine professionelle Adresse über dein eigenes E-Mail-Setup schlägt kostenlose Anbieter in Sachen Seriosität um Längen. E-Mail-Hosting auf deiner eigenen Domain schafft sofort Vertrauen.

Nutze den Site Publisher für eine schnelle Website

Der Site Publisher erstellt einfache Websites, ohne dass du programmieren musst. Perfekt für temporäre Halte-Seiten. Hinweise zur Bauarbeiten. Einfache Landingpages.

Du findest den Site Publisher unter „Domains“. Wähle deine Domain oder Subdomain aus. Wähle ein Template – Under Construction, Coming Soon und Basic Info Templates sind gängige Optionen.

Fülle deine Angaben aus. Seitenname. Beschreibung. Kontaktinformationen. Fülle einfach die Felder aus, die die Vorlage verlangt. Klicke auf „Publish“. Die Seite ist sofort online.

Wenn deine Seite nicht erscheint, überprüfe die index.html- oder index.php-Dateien im public_html. Der Seitenveröffentlicher überschreibt keine vorhandenen Indexdateien. Lösche sie zuerst aus dem Dateimanager.

Das ist kein WordPress. Du kannst keine Seiten hinzufügen oder Layouts ändern. Es ist ein Platzhalter, während du die echte Seite erstellst. Schnelle Erstellung von Webseiten für temporäre Bedürfnisse. Die Vorlagen des cPanel-Site-Builders sind simpel, aber absolut funktional.

Backup von Webseite Dateien und Datenbanken

Backups retten dich, wenn mal etwas schiefgeht. Hast du eine Datei versehentlich gelöscht? Stelle sie wieder her. Server abstürzt? Stelle deine Seite im Notfall einfach aus einem Backup wieder her. Migration zu neuem Server? Übertrage das Backup.

cPanel bietet drei Backup-Typen an:

Full Account Backup: Alles in deinem cPanel-Konto. Dateien, Datenbanken, E-Mail, DNS-Zonen. Verwende „Full Account Backups“ unter „Files“.

Klicke auf „Generate Download“ neben deinem neuesten Backup. Zur Download-Warteschlange hinzufügen. Das Backup wird im Hintergrund erstellt. Komm später zurück und klicke auf „Download“.

Full Website Backup: Sichert alle Webseiten-Dateien und Datenbanken. Öffne „Backup Wizard“. Klicke auf „Backup“. Wähle „Full Backup“ aus.

Wähle, wo du es speichern möchtest:

  • Home Directory: Speichert auf deinem Server
  • Remote FTP: Lädt auf einen anderen Server hoch
  • SCP: Überträgt über das Secure Copy-Protokoll

Partial Backup: Wähle spezifische Elemente aus. Nur das Home-Verzeichnis. Einzelne Datenbanken. E-Mail-Einstellungen. Wähle „Partial Backup“ im „Backup Wizard“ aus. Wähle, was du benötigst.

Die Erstellung kann je nach Größe der Seite zwischen Minuten und Stunden dauern. Lade die Datei herunter, sobald sie fertig ist. Speichere sie an einem Ort außerhalb deines Servers. Externe Festplatte. Cloud-Speicher. Völlig anderer Standort. Vollständige Backup-Dateien sind nutzlos, wenn dein Server umfällt und das Backup mit ihm stirbt. Backup der Website-Daten regelmäßig. Die Backup-Tools von cPanel machen es einfach.

Website mit Kompression optimieren

Die GZIP-Kompression verkleinert Dateien, bevor sie an den Browser gesendet werden. Kleinere Dateien sorgen für deutlich schnellere Ladezeiten. Schnellere Seiten haben bessere Rankings und Besucher sind direkt zufriedener.

Finde die Website-Optimierung unter Software. Drei Optionen erscheinen:

  • Disabled: Keine Kompression
  • Compress All Content: Alles wird komprimiert.
  • Compress Specified MIME Types: Wähle spezifische Dateitypen aus.

Wähle „Compress Specified MIME Types“ aus. Gib die Dateitypen ein, die du komprimieren möchtest, in einer durch Leerzeichen getrennten Liste:

text/html text/plain text/css application/javascript application/json

Füge keine Bildtypen wie image/jpeg oder image/png hinzu. Sie sind bereits komprimiert. Sie erneut zu komprimieren, verschwendet CPU-Zyklen.

Klicke auf „Update Settings“. Deine Seite sendet jetzt komprimierte Dateien an Besucher. Browser dekomprimieren sie automatisch. Benutzer sehen keinen Unterschied, nur schnellere Ladezeiten. Die Leistung der Website verbessert sich, ohne deinen Code zu berühren. Komprimiere Webseiten-Textdateien. Optimiere die Bereitstellung der Website. Die GZIP-Kompression erledigt die Arbeit.

Erstelle benutzerdefinierte cPanel-Fehlerseiten

Benutzerdefinierte Fehlerseiten verwandeln technische Nachrichten in hilfreiche Erfahrungen. Eine 404-Fehlerseite muss nicht ‚Not found.‘ sagen. Zeige deinen Besuchern, wo sie stattdessen landen sollen.

Navigiere zu „Error Pages“ unter „Advanced“. Wähle deine Domain. Wähle einen Fehlercode aus.

Häufige Codes:

  • 404-Fehlerseite: Page not found
  • 403-Fehlerseite: Access forbidden
  • 500: Internal server error

Klicke auf den Fehlercode, um ihn zu bearbeiten. Gib HTML für deine Seite ein. Verwende Variablen, um dynamische Informationen anzuzeigen:

  • Referring URL
  • Visitor’s IP Address
  • Requested URL
  • Server Name

Speichere die Seite. Teste es, indem du eine URL besuchst, die auf deiner Seite nicht existiert.

Gute Fehlerseiten halten Besucher beschäftigt. Schlechte führen sie zu Google. HTTP-Fehlercodes müssen keine Sackgassen sein. Die Anpassung der Fehlerseite reduziert die Absprungraten.

cPanel-Proxy einrichten

VPNs und Unternehmensfirewalls ändern ständig deine IP-Adresse. cPanel meldet dich ab und protokolliert dich. Der Proxy behebt dies, indem er einen stabilen Zugriffspunkt erstellt.

Lösche zuerst den vorhandenen cPanel-DNS-Eintrag. Öffne „Zone Editor“. Finde deine Domain, klicke auf „Manage“, suche cpanel.deinedomain.com und lösche sie.

Erstelle eine neues Subdomain. Gehe zu „Subdomains“, und gib cpanel als Namen der Subdomain ein. Klicke auf „Create“.

Lade das cPanel-Proxy-Tool von SourceForge herunter. Öffne den Dateimanager. Navigiere zum Ordner cpanel.deinedomain.com. Klicke auf „Upload“. Ziehe die Proxy-ZIP-Datei einfach in das Upload-Fenster.

Rechtsklick auf die ZIP-Datei. Wähle „Extract“. Bestätige den Extraktions-pfad. Klicke auf „Extract Files“.

Rufe cpanel.deinedomain.com in deinem Browser auf. Du siehst nun die cPanel-Anmeldung. Deine IP kann sich ab jetzt beliebig ändern. Der Proxy übernimmt die Authentifizierung über die Subdomain – die Verbindung bleibt sicher und der Login funktioniert zuverlässig. Dieses Proxy-Setup löst alle Probleme mit dynamischen IP-Adressen.

Cron-Jobs erstellen

Cron-Jobs automatisieren wiederkehrende Aufgaben für dich. Lösche zum Beispiel jede Nacht temporäre Dateien. Führe wöchentlich Backups aus oder leere stündlich den Cache.

Du findest „Cron Jobs“ unter „Advanced“. Gib eine Adresse unter Cron-E-Mail ein, wenn du Benachrichtigungen über die Ausführung erhalten möchtest.

Füge einen neuen Job hinzu, indem du die Zeitfelder ausfüllst.

  • Minute: 0-59
  • Stunde: 0-23
  • Tag: 1-31
  • Monat: 1-12
  • Wochentag: 0-6 (Sonntag ist 0)

Nutze * für ‚every‘ (jede/r). Möchtest du etwas täglich um Mitternacht ausführen? Nutze 0 0 * * *. Jede Stunde? 0 * * * *.

Gib deinen Befehl im Feld „Command“ ein. PHP-Skript ausführen:

php -f /home/DEIN_BENUTZERNAME/public_html/cleanup.php

Ersetze DEIN_BENUTZERNAME durch deinen echten cPanel-Benutzernamen.

Klicke auf „Neuen Cron-Job hinzufügen“Add New Cron Job“ – ab jetzt läuft alles nach Plan. Diese geplanten Aufgaben übernehmen die Wartung für dich. Die Einrichtung erfordert ein gewisses Verständnis der Crontab-Logik. Die Syntax folgt strengen Mustern – wenn du sie beherrschst, verwaltet sich dein Server fast von selbst.

Installiere cPanel/WHM auf VPS

VPS-Server mit vorinstalliertem cPanel müssen konfiguriert werden, bevor du sie nutzen kannst. WHM (Web Host Manager) verwaltet dabei die serverweiten Einstellungen. cPanel verwaltet einzelne Websites.

Greife über die IP deines Servers auf Port 2087 auf WHM zu. https://deine-ip:2087. Dein Browser wird dich vor dem Zertifikat warnen. Klicke auf „Advanced“ und dann auf „Proceed anyway“.

WHM nutzt standardmäßig selbstsignierte Zertifikate.

Logge dich mit den Root-Zugangsdaten aus deinem VPS-Dashboard ein. Der Einrichtungs-Assistent erscheint – akzeptiere die Vereinbarung und klicke auf „Agree to All“.

Als Nächstes konfigurierst du die Nameserver. Gib ns1.deinedomain.com und ns2.deinedomain.com ein. Diese verknüpfen die DNS-Informationen deines Servers, damit Besucher die darauf gehosteten Websites erreichen können. Klicke auf „Finish“.

Deine cPanel/WHM-Installation ist nun bereit. Die 15-tägige Testversion aktiviert sich sofort. Erwirb danach eine Lizenz oder schaue nach alternativen Lösungen. Die Verwaltung über WHM gibt dir volle Kontrolle und Zugriff auf deinen VPS.

cPanel VPS-Hosting erfordert zuerst die WHM-Einrichtung. Die WHM-Dokumentation führt dich Schritt für Schritt durch die fortgeschrittenen Funktionen.

WHM-Funktionen verwalten

Feature-Listen steuern, welche Funktionen deine Kunden in ihrem cPanel sehen. Verkaufst du verschiedene Pakete? Dann erstelle unterschiedliche Feature-Listen. Der Basistarif umfasst E-Mail und Dateien. Premium fügt Datenbanken und SSL hinzu.

Öffne den Feature-Manager in WHM. Es ist unter „Packages“. Klicke auf „Add Feature List“. Gib ihr einen aussagekräftigen Namen wie ‚Basis-Paket‘ oder ‚Premium-Zugang‘.

Gehe die Auswahlkästchen durch. Aktiviere alles, was in diesem Paket enthalten sein soll.

  • File Manager
  • Email Accounts
  • MySQL Databases
  • FTP Accounts
  • SSL/TLS Manager

Lass fortgeschrittene Funktionen bei Basis-Paketen lieber deaktiviert. Cron-Jobs, Shell-Zugriff und eigene Fehlerseiten sind klassische Premium-Features.

Klicke auf „Save“. Die Liste erscheint nun in deiner Verwaltungsoberfläche.

Du kannst sie jetzt beim Erstellen neuer Accounts einfach zuweisen.

So erhalten verschiedene Kunden unterschiedliche Rechte, ohne dass du später jeden Account einzeln anfassen musst. WHM-Funktionen helfen dir, dein Business zu skalieren.

  • Hosting-Features werden so zu eigenen Produkten.
  • Über die Verwaltung der Feature-Listen trennst du deine verschiedenen Service-Stufen.
  • Reseller-Hosting funktioniert nach diesem Modell.
  • So verwandelst du einfache cPanel-Funktionen in echte Einnahmequellen.

Backup von cPanel auf VPS übertragen

Wechselst du von einem Shared-Server auf einen VPS? Übertrage deine Backups am besten per SCP (Secure Copy Protocol). Das ist sicherer und schneller als der Umweg über das Herunter- und erneute Hochladen.

Besorge dir zuerst deine VPS-Details:

  • IP-Adresse
  • SSH-Benutzername
  • SSH-Passwort
  • Portnummer

Du findest sie direkt in deinem VPS-Dashboard.

Öffne den „Backup Wizard“ auf deinem alten Server. Klicke auf „Backup“, und wähle „Vollständiges „Full Backup“.

Wähle SCP als Zielort aus.

Fülle das Formular wie folgt aus:

  • Remote-Server: Deine VPS-IP
  • Remote-User: Dein SSH-Benutzername.
  • Remote Passwort: SSH-Passwort
  • Port: Normalerweise 22
  • Entferntes Verzeichnis: /home oder /root

Klicke auf Backup generieren – der Transfer startet sofort. Große Konten dauern Stunden. Du erhältst eine E-Mail, sobald der Vorgang abgeschlossen ist.

Die Datei liegt nun auf deinem VPS bereit für die Wiederherstellung. Die Migration von cPanel erfordert diesen ersten Schritt. Backup übertragen vor der Wiederherstellung. Die Übertragung des Backups über SCP schlägt FTP. So migrierst du cPanel-Accounts absolut sicher. Die VPS-Migration beginnt mit ordnungsgemäßen Übertragungen.

Backup wiederherstellen auf cPanel/WHM

Dein Backup ist auf dem VPS angekommen – jetzt stellst du es über WHM wieder her. Logge dich in WHM ein, suche nach „Restore a Full Backup“ und klicke darauf.

Gehe zu den Einstellungen, und wähle „Restore with Username“.

Wähle deine Backup-Datei aus dem Dropdown-Menü aus – sie sollte dort automatisch erscheinen, sofern sie im richtigen Verzeichnis liegt.

Konfigurieren der Wiederherstellungsoptionen:

  • Update A Records: Ersetze alle DNS-Einträge durch die cPanel-Standardwerte, wenn du deinen alten Anbieter verlässt.
  • Overwrite Existing User: Aktualisiert die Daten, wenn das Konto bereits existiert
  • Asssign Dedicated IP: Gibt dem Account eine eigene, exklusive IP-Adresse.

Klicke auf „Restore“. Der Fortschritt wird auf dem Bildschirm angezeigt. Dateien extrahieren. Datenbanken importieren. E-Mail-Konten neu erstellen. Der Prozess endet mit einer Zusammenfassung.

Prüfe „List Accounts“ in WHM. Dein wiederhergestellter Account sollte dort nun erscheinen. Der Wiederherstellungsvorgang des Backups ist abgeschlossen. Datenwiederherstellung beendet. cPanel-Wiederherstellung war erfolgreich. Die Backup-Wiederherstellung funktioniert einwandfrei. Die WHM-Tools erledigen die Migration fast von selbst. Deine Website läuft jetzt auf dem neuen Server.

Fazit

Das ist der Kern von cPanel/WHM. cPanel sieht auf den ersten Blick überwältigend aus. All diese Icons. All diese Optionen. Damit hast du die Grundlagen drauf – das deckt etwa 90 % dessen ab, was die meisten Webmaster im Alltag wirklich brauchen.

Wir haben natürlich nicht jeden einzelnen Punkt behandelt. Es gibt immer eine obskure Funktion, die irgendwo in einem Untermenü versteckt ist. Du wirst die restlichen Funktionen finden, wenn du sie brauchst – wahrscheinlich morgens um 2 Uhr, wenn mal etwas hakt.

Wenn du einen schnelleren Weg entdeckst oder auf einen speziellen Sonderfall stößt, den wir nicht erwähnt haben, schreib es uns in die Kommentare. Die besten Tricks kommen oft von jemandem, der gerade drei Stunden damit verbracht hat, ein Problem auf die harte Tour zu lösen.

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